Savanne

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Sa|van|ne 〈[ -vạn-] f. 19Grasland mit Buschwerk u. Baumgruppen [<span. zavana <Taino zabana]

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Sa|vạn|ne, die; -, -n [span. sabana < Taino (Indianerspr. der Karibik) zavana]:
tropisches Grasland mit einzeln od. in lockeren Gruppen stehenden Bäumen u. Sträuchern:
eine endlose S.

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Savạnne
 
[von spanisch sabana, aus einer südamerikanischer Indianersprache] die, -/-n, natürliche, zonale Vegetation der tropischen Sommerregengebiete (Afrika, Süd- und Mittelamerika, Südasien, Australien) mit einer mehr oder weniger geschlossenen Grasschicht und weitständigen Holzgewächsen. Savannen bilden eine breite Übergangszone zwischen geschlossenen Wäldern und Wüste. Das sich jeweils ausbildende ökologische Gleichgewicht zwischen Gräsern und Holzgewächsen, die aufgrund der Verschiedenheit von Wurzelsystem und Wasserhaushalt an sich ökologisch antagonistische Pflanzentypen sind, bestimmt den Savannentyp, der durch Wuchshöhe der Gräser sowie Wuchsformen und Dichte der Bäume und Sträucher charakterisiert ist. Neben Feuchtsavannen und Trockensavannen sind dies in Gebieten mit 8-10 Monaten Trockenheit und jährlichen Niederschlagsmengen von 200-700 mm stark an Trockenheit angepasste (xeromorphe) Vegetationsformen mit härteren, niedrigeren und weiter auseinander stehenden Gräsern als in Trockensavannen, vorwiegend strauchförmigen und häufiger sukkulenten Holzgewächsen (Höhe 1-3 m). Im Wesentlichen können hier drei Formationen unterschieden werden: Dornstrauchsavannen (Dornsavannen), xeromorphe Grasfluren mit bis 1 m hohen, hartblättrigen Gräsern und mehr oder weniger dichtem Dorngehölzbewuchs; Dornbaum- und Sukkulentenwälder (z. B. Caatinga, Brigalow Scrub) und grasarme Dorn- und Sukkulentenstrauchformationen, bei denen Dornsträucher und Stamm- oder Blattsukkulenten in wechselnden Anteilen vorkommen. - Kennzeichnend für periodisch längere Zeit überschwemmte tropische Flussniederungen sind die Überschwemmungssavannen, Grasfluren mit über 3 m hohen Gräsern und häufig Baumbewuchs auf flussbegleitenden Uferdämmen (Dammuferwälder oder Bancowälder), zum Teil auch mit eingestreuten Palmen. - Das Vorhandensein großer Nestbauten von Termiten oder Blattschneiderameisen (neuweltliche Tropen) führt zu Grasfluren mit regelmäßigem Auftreten von hygrophilen Gehölzgruppen (Waldinseln): Termitensavannen. - Das Gleichgewicht natürlicher Savannen wird v. a. durch Beweidung empfindlich gestört. Da durch das Abfressen der Gräser nach der Regenzeit mehr Wasser im Boden verbleibt, können Holzgewächse (meist Dornsträucher) so dicht heranwachsen, dass Verbuschung eintritt. Diese Ersatzgesellschaft (Dornbusch) ist heute weiter verbreitet als die natürlichen, klimatisch bedingten Savannen. Die Nutzung der Holzgewächse als Brennholz in dicht besiedelten Gebieten führt zu anthropogenen Wüsten.
 
 
H. Walter u. S.-W. Breckle: Ökologie der Erde, Bd. 2 (1984);
 M. M. Cole: The savannas. Biogeography and geobotany (London 1986);
 
The future of tropical savannas, hg. v. A. Ash (Collingwood 1996).
 
Hier finden Sie in Überblicksartikeln weiterführende Informationen:
 
Vegetationszonen: Vom Klima bestimmt
 

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Sa|vạn|ne, die; -, -n [span. sabana < Taino (Indianerspr. der Karibik) zavana]: tropisches Grasland mit einzeln od. in lockeren Gruppen stehenden Bäumen u. Sträuchern: eine endlose S.; die Tiere der S.; meilenweit nichts als S.

Universal-Lexikon. 2012.

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